Regionalbischof Dr. Weiss kritisiert EKD-Denkschrift

Der evangelische Regionalbischof im Kirchenkreis Regensburg, Dr. Hans-Martin Weiss (55), kritisiert die neue Orientierungsschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ehe und Familie. Nachdem der Regensburger katholische Bischof Rudolf Voderholzer in einer Predigt das EKD-Papier angegriffen hatte, wurde Weiss von der Mittelbayerischen Zeitung (MZ) interviewt und erklärte unumwunden: „Was Voderholzer sagt, findet meinen großen Respekt. Sein Bemühen, das christliche Familienbild aus der Heiligen Schrift heraus zu entwickeln, unterstütze ich im Grundsatz voll und ganz.“

Für Bischof Voderholzer stellt die von der EKD propagierte Einstellung eine Gefahr für die Ökumene dar. Regionalbischof Weiss nannte nun laut MZ die EKD-Schrift als eher „von politischer als kirchlicher“ Denkweise geprägt. Er betonte im Interview: „Die kritischen Bemerkungen der Denkschrift zur bürgerlichen Ehe finde ich gegenüber denjenigen, die zu ihren Ehepartnern und ihren Familie stehen und immer gestanden sind, zum Teil herabsetzend.“ Die Arbeitsgruppe, die jene neuen Positionen verfasst hatte, habe „mit großem Bemühen versucht, den Einklang mit der staatlichen Gesetzgebung“ herzustellen, während doch die Argumentation „aus der Heiligen Schrift heraus“ geführt werden müsse. Weiss rät „jedem evangelischen Christen, dass er seine kritische Position dazu öffentlich macht.“

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