Die Jungfrau Maria - auch eine evangelische Glaubensaussage

Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss schrieb am 24. 12. 2012 in der Mittelbayerischen Zeitung: "'Jesus-Buch stürmt Bestsellerlisten!' So konnte man den Überschriften der Zeitungen entnehmen: Platz 1 für Papst Benedikts XVI. Prolog über die Kindheit Jesu. Ich meine, die Menschen interessieren sich zu Recht für diese Geschichte. Nicht, weil der Heilige Vater hier geschrieben hat. Nicht, weil selbst recht skeptische Kommentatoren den feinen und klugen Gedanken des gelehrten Papstes mit Regensburger Wurzeln ihre Anerkennung nicht verwehren wollten. Sie sollten sich interessieren, weil dieses Buch ein Geschenk ist, ein Geschenk, das uns in die Mitte eines Geheimnisses führt, das Ihrem, meinem, ja jedem menschlichen Leben zugrunde liegt. Die Jungfrau mit dem Kind, das Gottes Sohn ist, solche Sätze hören wir uns gerne an. In der Kirche sind diese Worte gern gehört. Aber dass diese Botschaft für jeden Menschen die Herrlichkeit, das Leben an sich und alles was gut und wichtig ist bedeutet, von der Gedankenverknüpfung sind wir aber wohl recht weit weg.

Wer ist Jesus von Nazareth? Welche Bedeutung hat er für jeden Einzelnen von uns? Auf der Grundlage der biblischen Texte erläutert Papst Benedikt XVI. das Geheimnis der Weihnacht. In Jesus Christus ist Gottes Sohn auf die Welt gekommen, der sich in der Ohnmacht des Kindes den Läufen der Welt entgegenstellt als der Bringer des Friedens, als der Erlöser der Menschen von Sünde und Tod. Damit wird klar, dass die Begegnung mit einer Person zur Erlösung führt und den Menschen den Weg zu seiner Bestimmung im Angesicht Gottes führt."